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Twachtmann 1 Foto: Anja Altmann

22. September 2022: Hospitation bei der Landschlachterei Twachtmann

Diese Woche durfte ich ein Tagespraktikum in der Schlachterei meines Vertrauens machen. Ein bisschen aufgeregt war ich schon als ich um 6.00 Uhr in der Früh von Margot Twachtmann und Sabine Gebert in Empfang genommen wurde. Seit vielen Jahren stehe ich auf der anderen Seite des Tresens und sollte nun hinter die Kulissen der Landschlachterei Twachtmann in Erichshagen/Wölpe schauen dürfen.
Twachtmann 2 Foto: Anja Altmann

Diese Woche durfte ich ein Tagespraktikum in der Schlachterei meines Vertrauens machen. Ein bisschen aufgeregt war ich schon als ich um 6.00 Uhr in der Früh von Margot Twachtmann und Sabine Gebert in Empfang genommen wurde. Seit vielen Jahren stehe ich auf der anderen Seite des Tresens und sollte nun hinter die Kulissen der Landschlachterei Twachtmann in Erichshagen/Wölpe schauen dürfen.

Und gleich ging es los mit dem Zusammenstellen der Bestellungen und der Belegung und Verzierung der Kalten Platten, die zahlreich im Rahmen des Partyservices ausgeliefert werden. Danach ging es in den Verkauf. Den Abschluss machte der Dienst in der Küche, wo ich meine geliebte Hühnersuppe in Dosen einfüllen durfte.

Am Ende des Tages war mein sowieso schon sehr großer Respekt vor diesem Handwerk und dem äußerst effektiven und professionellen Team in der Verarbeitung, im Verkauf und im Service noch weiter gestiegen.

Es macht mich traurig, dass immer weniger familiengeführte Schlachtereien auf dem Markt sind. Viele können dem Konkurrenzdruck aus den Supermärkten und Discountern nicht standhalten, finden keine Fachkräfte oder auch Nachfolge, wenn der verdiente Ruhestand ansteht.

In einer Schlachterei zu arbeiten ist bei weitem nicht der leichteste Job und wahrwahrlich auch nicht für jeden das Richtige. Doch wie arm wird unsere Ernährung ohne das Handwerk im Schlachtereigewerbe. Ich rede nicht von der industriellen Fleischverarbeitung, ohne die es wahrscheinlich nicht gehen wird, damit Millionen Menschen versorgt werden.

Ich bin sehr froh, dass mit der Landschlachterei Twachtmann schon über Generationen das Angebot in Nienburg an selbst hergestellten Produkten besteht. Die Aufzucht, Herkunft und Schlachtung der Tiere, deren Fleisch verarbeitet wird, wird von der Schlachterei bestimmt und ist damit auch für die Kundinnen und Kunden transparent und unmittelbar einsehbar. Die Hausschlachtungen sind mit den riesigen Schlachthöfen, die immer wieder negative Schlagzeilen machen, sei es wegen katastrophaler Arbeitsbedingungen, mangelnder Hygiene oder der fürchterlichen Bedingungen unter denen die Tiere geschlachtet werden, nicht zu vergleichen.

Das Tierwohl spielt im familiengeführten Betrieb Twachtmann eine ebenso große Rolle, wie die gute Qualität der Produkte und der tolle Service.

Es gilt diese Betriebe unbedingt auch in der Zukunft zu erhalten und dafür die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Ich bedanke mich sehr für den interessanten und informativen Tag und die tolle Begleitung durch die Familie Twachtmann und ihr Team.

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